2012 – Zuwachs in der Fahrzeug-Ausstellung

Nach längeren Verhandlungen ist es der Museumsführung gelungen, vom Bayerischen Armeemuseum folgende Fahrzeuge als (Dauer-)Leihgabe zu bekommen:

  • Rover 88“: m Pkw-Fu (Kfz 24/2 gl), mit Ukw-Funksprechausstattung
  • Hanomag AL 28: Grukw II (Kfz 40/1 gl), Gruppenkraftwagen
  • Borgward B 2000 A: le Fekw Bau (Kfz 70/1 gl), Fernsprech-Bau-Kfz

Unterstützt durch die Regionale Bereichswerkstatt Rosenheim, Außenstelle Deggendorf, der Bundespolizei konnte der Transport am 10. und 11.09.12 durchgeführt werden.

Beauftragt für die Übernahme und Dokumentation in Ingolstadt war unser Mitglied Peter Schuster.

Diese ehemaligen BGS-Dienstfahrzeuge standen dort seit Mitte der 70er Jahre in einem sanierungsbedürftigen Depot. Dementsprechend sind die Fahrzeuge durch die 30 jährige Lagerung mit Standschäden versehen und müssen nun Zug um Zug von den Vereins-Mitgliedern in einen ausstellungswürdigen Zustand versetzt werden.

2011 – Projekt “Munga-Instandsetzung”

Seit Herbst 2011 ist der Museumsverein im Besitz eines DKW Munga 4.
Durch Zufall kamen wir  bei der Suche nach Ersatzteilen für unseren DKW Munga 8 im Internet auf einen Munga 4 aus BGS-Beständen. Das Fahrzeug wurde bei ebay angeboten und machte auf den Fotos einen guten Eindruck. Nach einigem hin und her war der Besitzer ausfindig gemacht und ein entsprechender Kontakt hergestellt. Der Verkäufer lies sich auch überreden, das Fahrzeug aus der Anzeige bei ebay herauszunehmen und mit uns einen Kaufvertrag abzuschließen. Schwierig wurde es nun das Fahrzeug das in der Nähe der Loreley am Rhein stand nach Rosenheim zu holen.

Aber wo ein Wille da ein Weg! Dann stand er da in Rosenheim! Was nun??? Eine Taskforce muss her!
Und siehe da, plötzlich bildete sich wie aus dem nichts, ein Team des sich der Sache annahm.

60 Jahre BGS / Bundespolizei

Der Samstag (5. Juli) wird bei vielen Besuchern ein Tag bleiben, an den sie sich gerne zurück erinnern. Egal ob Groß oder Klein, das abwechslungsreiche Programm hatte einiges zu bieten: Die verschiedenen Ausstellungen, der Polizeihubschrauber oder die Info-Straße mit ihren vielen Ständen boten eine moderne Bundespolizei zum Anfassen.
Das BGS-Museum veranschaulichte eindrucksvoll, was den Bundesgrenzschutz früher ausmachte.

So wurde in einem Artikel der BPOLD München unser Standortjubiläum beschreiben.

Rückblickend auf die Veranstaltung kann man ruhig behaupten, das unser Beitrag vom Museum mit einer der gelungensten war. Von vielen Besuchern und ehemaligen Angehörigen des BGS wurde unsere Ausstellung gelobt.

Trotz der vielen Arbeit die die Vorbereitung zur Ausstellung gemacht hat, war es doch eine gute Gelegenheit unser Wirken im Museumsverein darzustellen. Es waren doch viele Besucher überrascht, was noch vor dem endgültigen Verschrotten gerettet werden konnte und dadurch erhalten geblieben ist. Auch bei den jungen Kollegen der heutigen Bundespolizei sah man viele staunende Gesichter, besonders als es ans das Aufräumen der Fahrzeuge ging und plötzlich die Fahrzeuge aus eigener Kraft, funktionsfähig sich wegbewegten.

Hier Bilder zu unseren Fahrzeugen und der Ausstellung im Lehrsaal-Gebäude:

Persönliche Ausstattung

Vom Scheitel bis zur Sohle

  1. Ausrüstungen

Eine Uniform ist etwas besonderes, sie unterstreicht die Autorität des Trägers und kennzeichnet seine Zugehörigkeit zu einer bestimmten Organisation.
Bei der Aufstellung des BGS überlegte man sehr wohl wie diese „neue“ motorisierte Polizei gekleidet sein sollte.
Die schlimme Zeit des 2. Weltkrieges war Geschichte und es sollte ein Neuanfang werden.
Doch welche Möglichkeiten hatte man, um eine Organisation im Jahre 1951 auszurüsten.
Die damaligen Verantwortlichen suchte nach einer praktikablen Lösung.
Große Sprünge konnte man nicht machen, also griff man auf Ausrüstungen zurück, die zum Teil noch in alten Depots oder im Beutebestand der Alliierten war.

So kamen die Uniformen aus englischen Beständen die dann etwas modifiziert wurden.
Die Schuhe, halb hoch stammten noch aus Wehrmachtsbeständen.
Das gleiche galt für die Socken und die Hemden.
Der Stahlhelm, sei hier besonders erwähnt.
Er wurde teilweise aus Beutebeständen oder direkt vom Schrottplatz besorgt und aufgearbeitet.
So fanden sich in den Beständen, Helme der Baujahre 1935, 1940 und auch Bestände des vereinfachten Helms von 1942 wieder.

An eine Neuproduktion war nicht zu denken.
Die einschlägigen Stahlwerke (z. B. Stahlwerk Tallin in Brandenburg) waren zerstört oder in der sowjetischen Zone.
Die Feldflasche, der Spaten, der Rucksack alles war vorläufig aus ehemaligen Beständen der Wehrmacht.
Man achtete penibel darauf, das keine Zeichen der dunklen Vergangenheit erkennbar waren.
Erst mit dem Wiederaufleben der deutschen Industrie, konnte Zug um Zug neues Material beschafft werden.
Die Haushaltslage der Anfangszeit war auch sehr bescheiden und dadurch wurde so manche Beschaffung verzögert.

  1. Bewaffnung

Ein gewaltiges Problem stellte die Bewaffnung dar. Wo sollte man knapp fünf Jahre nach Kriegsende für 10 000 Mann plus 10 000 Mann der Bereitschaftspolizei der Länder, die Waffen her bekommen.

Es Stellte sich überhaupt die Frage, wie Bewaffnen wir den BGS? Was muss er können?

Nur Handfeuerwaffen, sprich Pistolen, Maschinenpistolen und Gewehre?
Oder braucht er zur Durchsetzung der Aufgaben auch schwere Waffen? (Schwere Waffen = Panzer, Artillerie)
Man einigte sich mit dem zuständigen alliierten Kontrollrat, das der BGS nur leichte Waffen tragen darf. Es sollte ja Polizei sein!
Nun begann das Suchen!
Durch gute Verbindungen eines verantwortlichen Ministerialrates signalisierten die Spanier, dass sie dem Bundesinnenministeriums ca. 40 000 Pistolen mit Zubehör der Marke Astra 600 im Kaliber 9 x 19 mm verkaufen würden.
(Pistole Astra 600, Hersteller Fa. Astra in Guernika in Spanien)
Das waren die ersten Pistolen die der BGS bekam!

Die benötigten Maschinenpistole für die Unterführer und Offiziere kaufte man in Italien bei der Fa. Beretta ein.
(Maschinenpistole Beretta Typ 38/49, Hersteller Fabbrica d‘ Armi, Petro Betretta, Kaliber 9 x 19 mm)
Es wurden aber auch Gewehre für jeden BGS-Beamten benötigt, diese kamen aus Frankreich  zunächst als Leihgabe.
Es war das Gewehre 98 k (Karabiner) im Kaliber 8 x 57 IS.
Da es sich um Beutewaffen der Franzosen die diese von der ehem. Wehrmacht erbeuteten, waren alle Hersteller vertreten.
Eine Besonderheit waren aber Karabiner 98 des Herstellers Mauser, Oberndorf/Neckar die unter französischer Besatzung im Jahre 1946 gebaut wurden. Codierung: SVW 46 MB.
SVW war der Herstellercode der Mauserwerke im Jahr 1945 der von den Franzosen weiterverwendet wurde.
Bei den erforderlichen Maschinengewehren, half ebenfalls die Franzosen und verkauften dem BGS Maschinengewehre 42, Kaliber 8 x 57 IS. Auch hier wieder Waffen von den unterschiedlichsten Herstellern.

Ein großes finanzielles Problem war auch die Beschaffung der passenden Munition.
So konnte unter erheblichen Aufwand die Gewehrmunition von den Franzosen und die Pistolenmunition von den Italienern und Spaniern gekauft werden.
Beim Kauf der Gewehre und Maschinengewehre konnten auch entsprechende Feldlafetten für die MG`s mit erworben werden.Diese werden später in der Geschichte der Kraftfahrzeuge noch eine Rolle spielen sollten.


Erst im Jahre 1954, nach einer gewissen Erholung der Wirtschaft von den Folgen des Krieges, besserte sich die Beschaffung.
Langsam änderte sich die Ausrüstung.
Neue Uniformen, neue Fahrzeuge, neue Waffen und vieles mehr kamen zum BGS.
Das Jahr 1955, brachte die Genehmigung durch die westlichen Alliierten und dem Bundestag, dass wieder eine Armee aufgestellt werden soll. (Amt „Blank“)
Der„Kalter Krieg“ machte diese Entscheidung erforderlich.
Für den BGS brachte die Aufstellung der Bundeswehr die Möglichkeit, dass die BGS-Angehörigen wählen durften, ob sie im BGS bleiben oder mit einem höheren Dienstgrad zur Bundeswehr übertreten.
Ca. 8000 Mann nahmen das Angebot an und traten mit der kompletten Ausrüstung wie Fahrzeuge, Waffen und auch Unterkünften zur Bundeswehr über.

Nur ein kleiner Rückblick auf die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.
Zeitraum 1951 bis 1960

Termine

Öffnungszeiten des Museum:

Mai – September:
Immer am 1. Samstag im Monat nur Führung
Führungsbeginn um 09:30 Uhr

Individuelle Führungen nach vorheriger Vereinbarung

„Starke Monate“

Wir sind gut im Rennen und das Ehrenamtlich!

Veranstaltungen Mai 2019

04.05.2019
Öffnungstag  09:00 Uhr bis ca. 12:00 Uhr Technisches Museum BGS Rosenheim, nur Führungen und am Nachmittag Führung BPOL Biker-Wallfahrt ca. 14:00 Uhr ca. 15 Personen.
07./08.05.2019
Führung Ref 64 Potsdam, ca. 5 Personen
09.05.2019
17:00 Uhr Monatsversammlung Technisches Museum BGS Rosenheim,
Vereinsmitglieder und solche die es werden möchten.
10.05.2019
Führung ca. 20 Pers. ehem. BGS-Angehörige, Ansprechpartner Frau Braun
11.05.2019
09:30 Uhr bis 16:00 Uhr im Rathaus Grabenstätt. Nur für Museumsangehörige. Museums-Netzwerk Chiemgau Schulung „Öffentlichkeitsarbeit im Museum“
11.05.2019
„Blaulichttag“ Teresienwiese München f. BPOLD München historische Fahrzeuggestellung mit Personal, es werden ca. 100 Oldtimereinsatzfahrzeuge erwartet
21.05.2019
18:00 Uhr Hilfsorganisation Stadt Rosenheim „Runder Tisch“ Leitung H. Tomm mit Brotzeit, ca. 25 Personen
23.05.2019
ca. 17:00 Uhr Führung  Teilnehmer „Soziale Stadt Rosenheim“ Ansprechpartner H. Halky
24.05.2019
Aufbau für den Tag der offenen Türe in der Sportschule Bad Endorf und Eintreffen der VIP (z. B. der Staatssekretär aus dem BMI) da zugleich der Saisonabschluß der Sportler stattfindet.
25.05.2019
10:00 Uhr bis 18:00 Uhr Tag der offenen Türe Sportschule Bad Endorf
28.05.2019
BPOLD München, LaPo, BPOL, tschechische Polizei, ca. 25 Personen

Veranstaltungen Juni 2019

01.06.2019
Öffnungstag 09:00 Uhr bis ca. 12:00 Uhr Technisches Museum BGS Rosenheim, nur Führungen!
06.06.2019
10:30 Uhr bis 16:30 Uhr im Bauerhausmuseum Ammerang. Nur für Museumsangehörige. Museums-Netzwerk Chiemgau Schulung „Konzept und Gestaltung von Ausstellungen“,
13.06.2019
17:00 Uhr Monatsversammlung Technisches Museum BGS Rosenheim,
Vereinsmitglieder und solche die es werden möchten.
22.06.2019
Grillfest Technisches Museum BGS Rosenheim
(Nur Museumsvereinsmitglieder und geladene Gäste) näheres kommt noch!
28.06 bis 30.06.2019
Notfunkübung des DARC e. V.
Baunathal mit Beteiligung von BRK, THW usw.

Veranstaltungen Juli 2019

05.07.2019
Verladen von Fahrzeugen und Ausrüstung zur Vorbereitung des Tag der offenen Türe im Aus- und Fortbildungszentrum (BPOL AFZ Bamberg) der Bundespolizei in Bamberg
06.07.2019
Mot-Marsch nach Bamberg zum TdoT im BPOL AFZ Bamberg
06.07.2019
Öffnungstag 09:00 Uhr bis ca. 12:00 Uhr Technisches Museum BGS Rosenheim, nur Führungen!
06.07.2019
„Blaulichttag“ der Rosenheim Blaulichtorganisatioen in der Fussgängerzone in Rosenheim,
TM ist mit Infostand vertreten.
07.07.2019
Beteiligung an dem TdoT im BPOL AFZ Bamberg
08.07.2019
Mot-Marsch zurück nach Rosenheim
11.07.2019
17:00 Uhr Monatsversammlung Technisches Museum BGS Rosenheim,
Vereinsmitglieder und solche die es werden möchten.

Links

Bayerisches Armeemuseum
Neues Schloss
Paradeplatz 4
85049 Ingolstadt
Telefon: +49 (0)841 / 9377-0
Fax: +49 (0)841 / 9377-200
Email: info@armeemuseum.de

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Deutsches Panzermuseum Munster
Inhaber: Stadt Munster
Hans-Krüger-Straße 33
29633 Munster
Telefonnummer: 05192-899153
E-Mailadresse: raths@daspanzermuseum.de

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Feuerwehrmuseum Bayern e.V.
Duxerstr. 8
84478 Waldkraiburg
Telefon+49 (0) 08638 – 88 41 112
E-Mailadresse: info@feuerwehrmuseum.bayern.de

Kontakt

Wir freuen uns über Ihr Interesse am BGS Museum Rosenheim.
Möchten Sie mit uns in Kontakt treten, dann nutzen Sie einfach den Link zur EMail an den Webmaster:

Kontakt zum BGS Museum über den Webmaster: EMAIL

Funkgeräte

Funkgeräte die beim Bundesgrenzschutz eingesetzt wurden und heute in unserem Museum ausgestellt sind:
von Karl-Heinz Pohlmann

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Bild 1: Der Horchempfänger C 1 war nur kurze Zeit nach der Aufstellung des BGS im Einsatz. – Baujahr 1937 bis 1939

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Bild 2: Der Empfänger E 348 war ein amerikanisches Massenprodukt, was bis Mitte der 60er Jahre im Einsatz. – Baujahr 1945 bis 1948

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Bild 3: Der Empfänger EK 07 vom Hersteller Rhode & Schwarz war lange Jahre beim Funkbeobachtungsdienst im Einsatz. Der FB-Dienst war Spezialeinheit mit 3 Dienststellen in Lübeck, Hangelar und Rosenheim, später noch Meppen.

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Bild 4: Der Funkempfänger Fu E 4 von der Firma Lorenz wurde Anfang der 60er Jahre beschafft und bis Mitte der 70er Jahre in den meisten BGS-Fernmeldezügen in Betrieb. Baujahre ab 1959.

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Bild 5: Der Sender Fu S 4 mit dem Netzgerät NG 4 und dem Fu E 4 ist sicher der am längsten genutzte Gerätesatz im BGS.

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Bild 6: Der VHF/UHF-Empfänger der Firma Rhode & Schwarz (ESM + EZP) wurde vom FB-Dienst für unterschiedlichste Einsatzlagen genutzt.

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Bild 7: Das Springschreibanschlussgerät aus dem Jahr 1942 wurde nach der Aufstellung des BGS als Fernschreibanschlussgerät genutzt.